Dojo Etikette




Liebe Karatekas,

Verhaltensgrundlagen des Karatetrainings :
  • HÖFLICHKEIT
  • RESPEKT
  • ERNSTHAFTES BEMÜHEN


Die Etikette ist zum einen Ausdruck dieser Verhaltensweisen, zum anderen wird mit ihrer Hilfe der Trainingsablauf organisiert. Die konkreten Vorschriften variieren von Dojo zu Dojo und sind von der Tradition, in der die jeweilige Karategruppe steht, und den pädagogischen Zielen, die durch das Training erreicht werden sollen, abhängig.

Folgende Etikette wird in den meisten Wado-Ryu-Dojos praktiziert :
  • Jeder Karateka achtet vor Betreten des Dojos bei sich auf Sauberkeit und Sicherheit; z.B. keine langen Fuß- und Fingernägel, sauberer Karateanzug, keine Schmuckstücke.
  • Das Dojo wird nicht mit Schuhen betreten. Die Schuhe werden entweder vor dem Dojo abgestellt oder mit in die Halle genommen und dort mit sonstigen Gegenständen (z.B. Sporttaschen) ordentlich abgestellt. Shomen (Stirnseite des Dojos) wird dabei freigelassen.
  • Beim Betreten des Dojos verbeugt man sich im Stehen (Tachirei oder Ritsurei). Damit signalisiert man Bereitschaft zu ernsthaftem Training, Respekt vor den Anwesenden und dem Raum.
  • Bei der Aufstellung zu Beginn des Trainings steht der ranghöchste Schüler rechts außen und gibt die folgenden Kommandos für das Begrüßungszeremoniell :
"Seiza" = Aufforderung zum Abknien
"Sensei ni rei" = Verbeugung zwischen Lehrer und Schülern
"Otaga ni rei" = Verbeugung der Schüler untereinander.
  • Die Kommandos für die im Regelfall auf Seiza folgende Meditiationsphase gibt der Lehrer :
"Mokuso" = Beginn
"Mokuso Yame" = Ende.
  • Danach steht der Lehrer auf und auf das Kommando "Kirizu", das wiederum der ranghöchste Schüler gibt, erheben sich alle Schüler gleichzeitig.
  • Kommt man zu spät zum Training, betritt man leise die Halle, sitzt in der Nähe des Eingangs ab, konzentriert sich kurz auf das folgende Training, verbeugt sich zweimal und wartet dann, bis der Lehrer zum Mitmachen auffordert.
  • Werden während des Trainings Erklärungen durch den Lehrer gegeben, setzt man sich entweder in Seiza oder im Schneidersitz ab oder geht an die Außenränder der Halle, so dass alle Anwesenden die Möglichkeit haben den Erklärungen und etwaigen Demonstrationen zu folgen. Danach nimmt man wieder seinen Platz in den Übungsreihen ein.
  • Beim Beginn und am Ende einer Übungsreihe mit einem Partner verbeugt man sich im Stand (Tachirei).
  • Das Training wird mit dem gleichen Zeremoniell wie am Anfang beendet.
  • Beachte Deine Verantwortung gegenüber Deinem Trainingspartner und behandle ihn so, wie auch Du behandelt werden willst.
  • Nach Beendigung des Trainings nimmt man alle persönlichen Sachen und Trainingsmittel (z.B. Pratzen) wieder mit, so dass die Halle sauber zurückbleibt.
  • Beim Verlassen des Dojos verbeugt man sich genauso wie beim Betreten der Halle.
  • Im Dojo hat sich jeder so zu verhalten, dass kein anderer gefährdet, geschädigt oder mehr als nach den Umständen unvermeidbar belästigt oder behindert wird.
  • Offene oder blutende Wunden sind sofort zu versorgen.
  • Verlässt ein Übender während des Trainings die Halle, so hat er sich beim Lehrer abzumelden, kehrt er wieder zurück, so erfolgt ebenfalls beim Lehrer seine Anmeldung.
  • Während des Trainings sind Störungen, wie z.B. laute Diskussionen oder Kommentare zu unterlassen.
  • Behandle Deinen Lehrer mit der nötigen Höflichkeit und Achtung, denn er bemüht sich freiwillig um Deine Ausbildung.